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Peter Finnie
Viren, Dialer und Trojaner sind nicht nur lästig, sondern auch gefährlich. Viele Computeranwender, die den PC privat, aber auch beruflich nutzen, unterschätzen das Risiko Opfer eines Angriffs zu werden. Sicherlich ist der Einzelne für die vielzitierte Gefahr durch Terroristen kein lohnenswertes Ziel, aber Hacker interessieren sich schon für die privaten Daten eines Herrn Namenlos. Das Interesse beginnt meist bei der eigenen Telefonleitung. Über diese Leitung könnten Gespräche laufen, die den Anbietern von hochpreisigen Servicerufnummern enorme Einkünfte bringen könnten.

Dialer
Das Problem: Diese Nummern müssen auch angewählt werden. Nun ist es einfacher einen Computer über das Internet zur Anwahl einer Servicerufnummer zu überreden, als einen Menschen. Deshalb versenden Hacker gerne kleine Einwahlprogramme an Millionen von Computernutzern per eMail. Diese nisten sich dann auf dem Computer ein und veranlassen den Computer zur Anwahl von hochpreisigen Telefonnummern. Das Opfer merkt von all diesem  nichts, denn der Computer verrichtet seinen Dienst wie gewohnt.
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Trojaner
Spionage war schon immer ein lohnenswertes Geschäft. Doch der moderne Spion sitzt heutzutage am heimischen PC. Das kann irgendwo auf der Welt sein, denn über das Internet ist jeder PC mit jedem weltweit verbunden. Per eMail oder über andere Tricks hat der Hacker dem Opfer zuvor einen Trojaner auf den Rechner gespielt. Nun protokolliert der Trojaner alle eingaben mit und sendet die Daten an den Hacker. Auf diese Weise beobachtet der Hacker den Computernutzer. Er kann seinem Opfer nun sozusagen dabei über die Schulter schauen, wie er sein Online-Banking betreibt oder die Kreditkartennummer beim Online-Shopping angibt. Der Rest erklärt sich von selbst. Spionage stellt heute eine der größten Bedrohungen im Internet dar.
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Viren
Viren haben meist eine destruktive Wirkung, oft werden ihre Eigenschaften aber auch dazu benutzt, Trojaner oder Dialer nachzuladen. Viren können Daten auf der Festplatte löschen oder den eigenen Computer so verändern, dass er ferngesteuert werden kann. In diesem Fall spricht man von Remote-Control. Oft wird diese Eigenschaft gerne auch in Verbindung mit Trojanern genutzt. Auch Virenscanner können nicht alles wissen. Neue Viren verbreiten sich innerhalb weniger Stunden. Seien Sie prinzipiell misstrauisch und laden Sie sich nicht jede eMail auf Ihren Rechner runter.
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Spionageabwehr
Die einfachste Methode, um die meisten (aber nicht alle) Probleme loszuwerden, ist der Wechsel des Betriebssystems. Mit Linux lässt es sich sorgloser surfen. Doch Firmen können den Wechsel oft nicht vornehmen, weil Finanz-, Steuer- und Buchhaltungssoftware oft nur für Windows angeboten werden. Also bleibt nur der schwere Weg:
Betriebsysteme: Linux vorgestellt

In Firmen:
1. Sensibilieren Sie Ihre Mitarbeiter für diese Gefahren. Ggf. sollten Mitarbeiter zu speziellen Schulungen geschickt werden.
2. Erstellen Sie Richtilinien zur Internetnutzung. Was dürfen Mitarbeiter und was dürfen sie nicht.
3. Stellen Sie einen Administrator ein. Firmen-PCs im Internet zu betreiben ohne Fachleute zu beschäftigen ist purer Leichtsinn. Programminstallationen sollten deshalb nur durch den Administrator vorgenommen werden.
4. Browser- und Konfiguration vorgeben.
5. Sperren Sie bestimmte Website clientseitig.
6. FTP-Zugänge blockieren.
7. Desktop Firewall oder Hardware-Firewall installieren.
8. Regelmäßig alle Systeme scannen. Sparen Sie nicht am Virenscanner.
9. Nutzdaten regelmäßig sichern.

In Privathaushalten:
1. Laden Sie Software nur von Originalseiten runter.
2. Finger weg von sog. "gecrackten Dialern". So etwas gibt es nicht!
3. Finger weg von Schmuddelseiten. Dort gibts lediglich Trojaner und Dialer gratis.
4. Stellen Sie am besten Ihren Rechner auf automatische Updates ein.
5. Personal Firewall installieren.
7. Virenscanner oder am besten Komplettpakete (Antispy, Antivir, Antispam, Firewall) installieren.
8. Regelmäßige Scans durchführen.
9. Nutzdaten regelmäßig sichern.

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Konstantin Kountouroyanis
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