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Bild: Screenshot
Nachdem ein großer Webhosting-Provider so einfach mir nichts, dir nichts seinen Kunden die grafisch ausgewerteten Zugriffsstatistiken weggenommen hatte, bemerkte ein Großteil der Homepagebesitzer, wie wichtig Zugriffsstastiken für den Erfolg der eigenen Homepage sind. Im konrekten Fall, hatte der Provider seinen Kunden lediglich die Rohdaten in seinem Account gelassen. Ein kleiner Texthinweis lautete, dass der Kunde nun die Stastiken selber runterladen und mit einem Programm auswerten könne. Das versetzte zwar einige Webseitenbetreiber in Unmut, ist aber grundsätzlich kein Beinbruch. Für uns Grund genug nach einem komfortablen, wie auch möglichst kostenlosen Programm Ausschau zu halten, das Log-Files auswerten kann.




Die Lösung: LogViewer 2.2
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Foto: ©iStockphoto.com
Auf der Homepage (bluescreen.de) der beiden Software-Entwickler Alexander Bischofberger und Maximilian Pasternak findet sich im Downloadbereich der LogViewer. Dass die beiden Programmierer eher gerne bescheiden hinter ihrem Werk zurücktreten, beweist ein Blick auf die Unterseite "Über uns" der Webseite. Genauso bescheiden ist auch der Preis für ihr hervorragendes Programmhandwerk. Der LogViewer ist nämlich als kostenlose Freeware-Version erschienen und kann auf der Homepage der beiden Münchner gedownloadet werden. Zwar ist das Programm in Deutsch erhältlich und erklärt sich sozusagen selbst, doch die Macher haben den Zeitaufwand nicht gescheut, auch noch ein sehr detailliertes Benutzerhandbuch zum LogViewer zu verfassen, das sich ebenfalls kostenlos als PDF-Datei downloaden lässt. Das Programm selbst konnten wir ohne Administratorrechte (Windows XP SP2) installieren. Jedoch brach es bei einigen Prozessen ab, weshalb wir eine Installation mit Administratorrechten empfehlen. In diesem Fall funktionierte das Programm im Testbetrieb fehlerlos.

Funktionsumfang
Dass der LogViewer mehr kann, als nur Log-Files laden und anzeigen, zeigt bereits der Ladevorgang der Files. Für gewöhnlich sind nämlich die Log-Files im Linux üblichen Archivformat .gz auf dem Server abgelegt. Nachdem die Dateien mit dem FTP-Programm auf den Rechner heruntergeladen wurden, kann das Archiv direkt über das Kontextmenü des Programms geladen werden. Während des Ladevorgangs entpackt der LogViewer das Archiv zeitgleich und lädt das File. Dies erspart lästige Entpackerarbeit. Neben der Anzeige der IP-Adressen, der wöchentlichen sowie stündlichen Zugriffsauswertung, kann das Programm aber noch mehr.

Suchbegriffe und Suchmaschinen
Ein besonderes Schmankerl ist für alle Google-Fans die Option Referrers. Hier erhält man einen Blick auf alle Seiten, von denen aus zur eigenen Seite verwiesen wurde. Das heißt, wurde die Seite mit einem Suchbegriff über eine Suchmaschine gefunden, so wird die komplette url-Zeile übergeben. Dies ist auch in den Log-Files gespeichert, so dass der LogViewer dies anzeigen kann. Daraus lassen sich Abhängigkeiten ermitteln, über welche Suchmaschinen und mit welchen Suchbegriffen Internetnutzer zu der eigenen Homepage gefunden haben. Über welche Suchbegriffe die Internetseite gefunden wurde, wird noch einmal in einem weiteren Menüpunkt angezeigt. Diese Funktion ist sozusagen das Handwerkszeug eines jeden Webmasters, der eine ernsthaftes Interesse an der Erfolgskontrolle seiner Internetpräsenzen hat. Nur so kann überprüft werden, ob die Mühe, die man zuvor mit anderen Programmen, wie z. B. dem Internet Business Promoter (axandra.de) gemacht hat, nun auch lohnt.

Fazit
Aus Sicht des Anwenders: Ein sehr empfehlenswertes Tool.
Aus Sicht eines Programmierers: Eine exzellente Arbeit. Respekt!

Konstantin Kountouroyanis
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