Datenbrillen & Virtual Reality

Einsatzmöglichkeiten in der Industrie
Datenbrillen & Virtual Reality - Einsatzmöglichkeiten in der Industrie


Weltweit arbeiten zahlreiche Hersteller fieberhaft an der Entwicklung von Datenbrillen und anderen Virtual-Reality-Systemen, wie beispielsweise Head-up-Displays. Sie sind sich sicher: VR-Technologie wird schon bald die gesamte Arbeitswelt revolutionieren.

Simple Funktion, tief greifender Effekt

Die allgemeine Funktionsweise einer Datenbrille ist recht unkompliziert: Ein kleines Display erzeugt ein Bild, das mithilfe eines Glasprismas ins Sichtfeld projiziert wird. Dieses Bild enthält nützliche Informationen, welche das durch die weiterhin lichtdurchlässige Brille Gesehene so überlagern, dass die Realität "erweitert" wird. Viele Datenbrillen besitzen zudem eine zumeist in den oberen Rand der Brillengestelle integrierte Minianzeige, welche weitere Informationen bereithält. Oftmals übermittelt ein dazugehöriges Mikrofon auch Geräusche und Töne.

Hierbei wird von den neuesten Datenbrillen bereits eine erstaunliche Bildschärfe und Tonqualität erreicht. In naher Zukunft sollen diese per Sprachbefehl oder per Fingertipp an den Brillenbügel zu steuern sein. Im Gegensatz zu einer ebenfalls möglichen Übertragung der Informationen auf das Display eines Smartphones bleiben somit beide Hände frei für andere Tätigkeiten. Dies gilt ebenfalls für ein Head-up-Display. Im Gegensatz zur Datenbrille ist diese VR-Technik jedoch vollkommen immersiv, dies bedeutet, dass die virtuelle Realität vollständig den Blick in die normale Realität ersetzt. Aktuelle und bekannte Beispielprojekte für Datenbrillen sind z.B. Google Glass, Microsoft HoloLens und Oculus Rift.

Die nächste industrielle Revolution

VR-Systeme eröffnen auch für die Industrie vielfältige neue Möglichkeiten. So sind Datenbrillen sehr interessant für die Logistik, die Automobilindustrie oder auch die Anbieter von Industrierobotern. So ist es etwa möglich beim Automobilbau den Produktionsmitarbeitern bei der Montage per Datenbrille zu zeigen, wo genau bestimmte Motorenteile eingebaut werden müssen. Auf diese Weise kann ein deutlich eingeblendeter Pfeil die richtige Position anzeigen und bei Bedarf ebenfalls Zusatzinformationen liefern. Dies erspart unnötiges Suchen und damit Zeit und Geld. Der Arbeiter behält zudem beide Hände für die Montage frei und kann per Sprachbefehl Fotos oder Videos von einer bestimmten Situation erstellen.

In Österreich entwickeln mehrere Industrie- und Forschungsunternehmen zudem das als „Assist 4.0“ bezeichnete intelligente Assistenzsysteme, deren Endgerät ebenfalls eine Datenbrille sein kann. Diese versorgen das Fachpersonal mit Informationen und visuellen Daten, welche an die jeweils aktuelle Situation angepasst sind. Diese Assistenzsysteme ermöglichen somit eine schnelle und effiziente Abwicklung von Serviceleistungen. In der Automobilbranche könnten solche Systeme die regelmäßige Wartung und Inspektion von Autos stark erleichtern. Die Mitarbeiter einer Kfz-Werkstatt bekämen hierbei alle wichtigen Informationen über zu behebende Mängel samt entsprechender Lösungsmöglichkeiten auf einer Datenbrille angezeigt.

Auch deutsche Unternehmen setzen auf die neue Technik

Im Bereich der Logistik erprobt DHL bereits in einigen Frachtzentren mit Erfolg die neuen Möglichkeiten durch VR-Technik. So erleichtern Datenbrillen erheblich die Lagerverwaltung. Hierbei sind die Brillen an das zentrale Lagersystem angebunden und mit einer Indoor-Navigation und einem Strichcodescanner ausgestattet. Die dazugehörigen Batterien halten eine gesamte Arbeitsschicht. Das Navigationssystem erleichtert gerade in sehr umfangreichen Lagern wesentlich die Orientierung und berechnet stets den kürzesten Weg zu einem bestimmten Paket bzw. Produkt. Somit können auch neue Mitarbeiter wesentlich schneller eingearbeitet werden, da sie sich sofort zurechtfinden.

Der deutsche Hersteller Zeiss hat speziell für den Bereich der Architektur die Datenbrille VR One (ehemals Cinemizer OLED) entwickelt. Diese kann man mittels einer entsprechenden Software mit vorhandenen CAD-Daten verknüpfen. Auf diese Weise wird die Brille zu einem interaktiven Präsentationswerkzeug, welches zusätzlich mit Hilfe eines sogenannten Headtrackers erweitert werden kann, der die Kopfbewegungen des Trägers direkt in die VR-Anwendung übersetzt. Diese Technik ist somit auch für die Spieleindustrie hochinteressant.

Die Zukunft hat bereits begonnen

Datenbrillen & Virtual Reality - Die Zukunft hat bereits begonnen
Datenbrillen ermöglichen es der Industrie Mensch und Produktion, auf eine ganz neuartige Weise miteinander zu verbinden. In vielen Bereichen, wie beispielsweise der Logistik, werden VR-Techniken bereits mit großem Erfolg getestet. Weltweit arbeiten Unternehmen, wie Google, Microsoft, Sony, Samsung und Zeiss mit Hochdruck an der Entwicklung entsprechender Datenbrillen und anderer VR-Systeme. Nach Expertenmeinung werden Datenbrillen schon in der nahen Zukunft unsere Arbeitswelt nochmals komplett revolutionieren.



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