Nokia 3310 – Das Imperium schlägt zurück

Nokia 3310 – Das Imperium schlägt zurück


Was waren das noch für Zeiten, als ein Handy auf den Boden fallen konnte, ohne beim Besitzer gleich für eine mittlere Herzattacke zu sorgen? Zu diesen Zeiten war der finnische Handypionier Nokia mit seinen Produkten noch Marktführer und die unverwechselbare Nokia-Melodie klingelte auf Millionen Handys. Zu diesen Zeiten hielt ein Akku noch fast eine unfassbare Woche und manche Handys waren so gut wie unverwüstlich, so wie Nokias Bestseller schlechthin: das 3310. Und was damals gut war, das kann heute doch nicht schlecht sein, so zumindest könnte man interpretieren, denn Nokia-Partner HMD Global präsentiert eine Neuauflage des Nokia 3310 zum Mobile World Congress (MWC), der größten Mobilfunkmesse Europas.

Huldigung eines Klassikers

Der Nokia-Lizenznehmer HMD Global Oy hat auf dem MWC 2017 eine Huldigung bzw. Neuauflage des „Handy-Knochens“ Nokia 3310 präsentiert. Das hat zumindest der bestens vernetzte Tech-Leaker Evan Blass, manchem besser bekannt unter seinem Twitter-Handle @evleaks, schon vor des Kongresses aus Insiderkreisen erfahren. Anfang der 2000er war das 3310 einer der absoluten Bestseller des finnischen Handyherstellers und wurde bis zur Einstellung der Produktion im Jahr 2005 insgesamt 126 Millionen Mal verkauft. Zusammen mit mit dem Nokia 3330, welches quasi das 3310 nur mit einer WAP-Funktion ist, stellte dieser „Knochen“ bis 2010 das meistverkaufte Handy weltweit dar. Wer weiß, wie hoch die Verkaufszahlen geschossen wären, wenn Nokia damals einen ähnlichen Kultstatus wie Apple heutzutage hätte vorweisen können. Nichtsdestotrotz kommt es zur Neuauflage, die laut Blass schon für vergleichsweise läppische 59 Euro zu haben sein wird - ein ideales „Festival- oder Nothandy“ ist das 3310 bei diesem Preis definitiv. Ein Betriebssystem von Microsoft wird das Handy alter Schule bei diesem Preis zwar vermissen lassen, jedoch handelt es sich bei dem 3310-Nachfolger auch nicht um Smartphone.

Kult braucht keinen Schnickschnack



Wie bereits erwähnt, wird das neue Nokia 3310 kein Smartphone sein. Das heißt wiederum, dass die Neuauflage weder mit Touchscreen noch WLAN ausgestattet sein wird. Auf solche Standards, die heutzutage als zeitgemäß in der Welt der Mobiltelefone gelten, muss ein Käufer zwar verzichten, dafür hält der Akku aber bei weiten länger als nur einen Tag. Zeitgemäße Technik findet der Nokia-Kunde dafür in den Feature-Phones, welche Microsoft noch unter der Marke Nokia 216 vorgestellt hatte. Nokias erstes Handy, das von HMD Global produziert wurde, ist das Feature-Phone Nokia 150.

Der Verzicht auf eigentlich gängige Smartphone-Standards ist aber auch dem Kultstatus des lange Zeit meistverkauften Handys der Welt zuzuschreiben. Diesen erlangte es durch seine heute nahezu unfassbare Akkulaufzeit und Robustheit. Im Internet wurde das 3310 zu einem sehr beliebten Meme und es hat sogar seinen eigenen Chuck Norris Witz erhalten, denn nur dieser soll in der Lage sein, ein 3310 zu zerstören. Allein schon aufgrund seiner Fanbase dürfte die Neuauflage des „unkaputtbaren“ Handys sich gut verkaufen lassen. Doch selbst wenn nicht: Nokia fährt mit dieser Neuauflage jedenfalls eine clevere PR-Strategie und rückt sich und seine neuen Produkte somit wieder ins Rampenlicht. Frei nach dem Motto: Kult braucht keinen Schnickschnack. Und auch nicht die Preise der Spitzenklasse.

Drei neue Modelle auf Android-Basis

Wer schon im Rampenlicht steht, der kann dieses auch gleich nutzen, um seine neuesten Modelle zu präsentieren. So behauptete der Tech-Leaker Evan Blass bereits vor der Messe, dass Nokia im Zuge der Pressekonferenz am 26. Februar zusätzlich drei neue Smartphones auf Android-Basis vorstellen wird. Das Nokia 6, ein Mittelklasse-Gerät, welches laut Blass für 249 Euro auf dem Markt verfügbar sein wird, wurde bereits enthüllt. Daneben sollen wohl noch das für 199 Euro erhältliche Nokia 5 mit 5,2 Zoll-HD-Display, zwei Gigabyte RAM und Snapdragon-430-Prozessor und das Nokia 3, ein Einsteiger-Modell für 149 Euro, vorgestellt werden. Blass sollte recht behalten.

Wer sich also zu einem Bruchteil des Preises des neuen Apple iPhones oder Samsung Galaxy S7 ein gutes, neues Smartphone zulegen will, der sollte den Hersteller Nokia wieder auf dem Zettel haben. Denn hier kann man sich auch noch ein Kulthandy zusätzlich gönnen und liegt immer noch weit unter den Preisen der Top-Hersteller. Fehlt eigentlich nur noch ein guter Tarif im perfekt passenden Handyvertrag und das Handy kann mal wieder herunterfallen – zumindest das neue 3310. Für eventuell auftretende Schäden an Zementböden, auf welche das Handy fiel, wird Nokia jedoch eher nicht aufkommen.



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