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Foto: TUD/IAPP
Wenn man mit einer Zeitmaschine in die Zukunft reisen könnte, würde man sicherlich eine Welt vorfinden, die von Bildern beherrscht sein wird. Genauer gesagt von Flachbildschirmen. Nun gibt es auch heute schon Flachbildschirme und daran ist schon seit langem nichts Revolutionäres mehr zu finden. Doch die Flachbildschirme der Zukunft sollen nicht dicker als ein menschliches Haar sein. Organische Leuchtdioden sollen Bilder auf Folien zaubern, nicht dicker als Papier. Damit würde sich eine enorme Anwendungsvielfalt bieten.

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Die Folie könnte auf Litfasssäulen angebracht werden oder ganze Häuserwände mit Leben füllen. Der Vorteil: Eine hervoragende Bildbrillianz und ein weiter Blickwinkelbereich. Das Problem dieser organischen Leuchtdioden ist ihr enormer Energieverbrauch und die vergleichsweise niedrige Lebensdauer. Doch eine Forschergruppe um Prof. Karl Leo am Institut für Angwandte Photophysik (IAPP) der Technischen Universität Dresden scheint nun kurz vor dem Durchbruch zu stehen. Denn nach einer jüngsten Pressemitteilung des IAPP Dresden habe das IAPP jetzt einen neuen Rekordwert bezüglich der Lebensdauer organischer Leuchtdioden vermelden können. 

Die Leuchtelemente, die von Rico Meerheim und der OLED-Arbeitsgruppe des IAPP entwickelt wurden, besitzen eine geschätzte Lebensdauer von bis zu 10 Millionen Stunden. Das sind 1123 Jahre! Der bisherige Rekord einer US-amerikanischen Firma lag bei 1,5 Millionen Stunden. Die Lebensdauer von Leuchtdioden ist deshalb so relevant, weil sie mit zunehmender Helligkeit abnimmt.

Weitere Anwendungsfelder für OLEDs könnten neben der Unterhaltungselektronik auch Beleuchtungseinheiten sein. So ließe sich auch mit OLEDs die Deckenbelechtung von Räumen realisieren. Bei zunehmender Helligkeit, geringerem Verbrauch und längerer Lebensdauer würde in Zukunft die Decke und keine Lampe mehr Licht spenden. Durchgebrannte Glühlampen würden dann der Vergangenheit angehören.

Konstantin Kountouroyanis
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